Die kurze Antwort
Bilder brauchen beschreibende Alt-Texte, sprechende Dateinamen und moderne Formate wie WebP in passender Größe. Das verbessert Ladezeit und Core Web Vitals, liefert Google und KI-Systemen Kontext und stärkt mit authentischen Fotos die Glaubwürdigkeit Ihrer Website.
Bilder machen oft die Hälfte des Seitengewichts aus – und werden bei der Optimierung trotzdem am häufigsten vergessen. Dabei liefern sie Google und KI-Systemen wertvollen Kontext, wenn sie richtig benannt, beschrieben und ausgeliefert werden.
Warum Bilder für SEO und GEO zählen
Suchmaschinen und KI-Modelle können Bildinhalte inzwischen recht gut interpretieren, verlassen sich aber weiterhin stark auf Textsignale: Dateiname, Alt-Text, Bildunterschrift und den umgebenden Inhalt. Gleichzeitig beeinflussen Bildgröße und Format direkt die Ladezeit – und damit die Core Web Vitals.
Der Alt-Text: beschreibend statt keyword-gestopft
Ein guter Alt-Text beschreibt in einem Satz, was auf dem Bild zu sehen ist – so, als würde man es jemandem am Telefon erklären. Keywords dürfen vorkommen, wenn sie zum Bild passen, sollten aber nie künstlich hineingezwungen werden. Rein dekorative Bilder erhalten einen leeren Alt-Text, damit Screenreader sie überspringen.
Dateinamen, Formate und Größen
- Dateiname: sprechend und mit Bindestrichen, z. B. wordpress-seo-checkliste.jpg statt IMG_4711.jpg
- Format: WebP oder AVIF statt JPG/PNG – deutlich kleiner bei gleicher Qualität
- Abmessungen: Bilder in der tatsächlich benötigten Größe hochladen, nicht in 6000 Pixel Breite
- Lazy Loading: für Bilder unterhalb des sichtbaren Bereichs aktivieren, nicht für das Hero-Bild
- Bildunterschrift: wo sinnvoll, denn sie wird überdurchschnittlich oft gelesen
Umsetzung in WordPress
WordPress liefert seit Version 6.5 auf Wunsch automatisch WebP aus, LiteSpeed Cache oder Plugins wie ShortPixel übernehmen Komprimierung und Formatkonvertierung im Hintergrund. Der Alt-Text wird direkt in der Mediathek gepflegt – am besten gleich beim Upload, bevor das Bild in Dutzenden Beiträgen verwendet wird.
Bilder als Vertrauenssignal für KI-Systeme
Eigene Fotos von Team, Büro und Projekten statt austauschbarer Stockbilder wirken auf Nutzer und KI-Systeme gleichermaßen authentischer. In Kombination mit korrekt ausgezeichneten Bildern im Schema-Markup (etwa image im Organization- oder Article-Schema) entsteht ein konsistentes Bild Ihres Unternehmens.
Häufige Fragen zu Bilder-SEO
Muss jedes Bild einen Alt-Text haben?
Jedes inhaltlich relevante Bild ja. Rein dekorative Elemente wie Trennlinien oder Hintergrundgrafiken bekommen bewusst einen leeren Alt-Text, damit sie von Screenreadern übersprungen werden.
Verschlechtert WebP die Bildqualität sichtbar?
Bei üblichen Qualitätsstufen von 80 bis 85 Prozent ist der Unterschied zum Original mit bloßem Auge praktisch nicht erkennbar, die Dateigröße sinkt aber häufig um ein Viertel bis die Hälfte.
Lohnt sich das nachträgliche Optimieren alter Bilder?
Ja, besonders für die meistbesuchten Seiten. Optimierungs-Plugins können die komplette Mediathek nachträglich konvertieren – vorher unbedingt ein Backup anlegen.
Helfen Bilder bei der Sichtbarkeit in KI-Antworten?
Indirekt ja: Gut beschriebene, authentische Bilder stärken Kontext und Vertrauenswürdigkeit einer Seite. Manche KI-Oberflächen zeigen zudem Bilder aus zitierten Quellen direkt in der Antwort an.
Bilder als Performance-Bremse lösen
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